Die Stromverteilnetze müssen heute aufwändiger gesteuert werden, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Viele Erzeugungsanlagen (EEG-Anlagen) speisen beispielsweise überschüssigen Strom gleichzeitig in das Netz ein und zusätzliche Abnehmer mit hohen Leistungsabnahmen wie Elektroladestationen für Kraftfahrzeuge bieten die Möglichkeit zur jederzeitigen Stromentnahme aus dem Netz. Dabei sind die jeweiligen Anlagen recht unterschiedlich dimensioniert. Es gibt viele kleine Balkonkraftwerke, aber auch große PV-Anlagen und Erzeugungsanlagen in Kombination mit Batteriespeichern.
Die Stadtwerke Bühl GmbH ist als Verteilnetzbetreiber gemäß §11 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) zum Betrieb eines sicheren, zuverlässigen und leistungsfähigen Stromnetzes sowie zu dessen bedarfsgerechten Optimierung verpflichtet. Um diesem Versorgungsauftrag nachzukommen, beteiligt sich die Stadtwerke Bühl GmbH am Forschungsprojekt „Amazing“, mit dem ein Abbild des Bühler Stromnetzes modelliert werden soll. Durch die Identifizierung der Ansprüche für die Versorgung können dann die erforderlichen Maßnahmen frühzeitig geplant und umgesetzt werden (Netzsteuerung).
Die Zusammenarbeit im Projekt erfolgt mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe (FZI) sowie weiteren Projektpartnern und Verteilnetzbetreibern. Das Forschungsprojekt erhält finanziell Unterstützung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).
Wir stellen im Rahmen des Forschungsprojektes den Projektpartnern KIT und FZI für deren Analysen Daten aus dem hauseigenen Geoinformationssystem sowie aktuelle Mess- und Netzzustandsdaten aus Ortsnetzstationen und Stromzählern zur Verfügung. Sensible Daten werden nicht übermittelt.
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